TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN

Die Traditionelle chinesische Medizin kennt ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Regulierung der Energien im Körper. Dies reicht von der mechanischen Beeinflussung von Punkten und Leitbahnen (Druck, Massage, Wärme oder Nadeln), über Kräutergaben, Ernährungsemfehlungen bis hin zu Körper- und Atemübungen und Meditation.

Die individuelle Auswahl der Verfahren stützt sich auf eine ausführliche Befragung (60-90 min) incl. Puls- und Zungendiagnose.

Akupunktur

Akupunktur als Teil der chinesischen Medizin (TCM) ist ca. 2000 Jahre alt. Die Grundidee dabei ist, dass über ein Leitbahn- oder Meridiansystem der Energiefluss, der den Körper ständig durchströmt und alle Gewebe und Organe belebt und untereinander reguliert, beeinflusst werden kann.

Fließt die Energie (Qi) frei in den Bahnen fühlen wir uns ausgeglichen und gesund. Gibt es Störungen im Fluss (Stau oder Mangel) entwickeln sich Symptome und Unwohlsein. Längerfristig unbeachtet entsteht Krankheit daraus.

Seine Aufgabe sieht der/die Akupunkteur/in darin, für sich über Anamnese, Blick-, Zungen- und Pulsdiagnose ein energetisches Gesamtbild des Patienten zu erstellen und mit der Stimulierung spezieller Punkte, hier mit Nadeln, z.B. Stau zu lösen, Mangel zu nähren, Ungleichgewichte der Energieverteilung in den Leitbahnen und Organen auszubalancieren. Dabei wird den unterschiedlichen Entstehungsmechanismen der Symptome begegnet, statt nur symptombezogen zu behandeln. Auf dieser Basis lassen sich die unterschiedlichsten körperlichen Schmerzzustände behandeln und nervöse oder seelischen Leiden beeinflussen.

Schröpfen

Mit Schröpfgläsern werden sehr verspannte Körperbereiche oder Meridianverläufe flächig oder punktuell bearbeitet. Dies löst Schlacken aus Muskulatur und Bindegewebe, beseitigt Qi-und Blutstau, chinesisch betrachtet. Es kann alleinige Therapie oder Vorbereitung für andere Anwendungen sein.

Tuina - Kindertuina Massage

Tuina Anmo ist eine spezielle Massageform der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dazu gehören muskuläre Massage,  Akupressur, aktive und passive Gelenkmobilisation. Sie harmonisiert die Ungleichgewichte im Körper, hat immer eine entspannenden Effekt und über das Leitbahnsystem und die Akupunkturpunkte eine starke energetische Wirkung. Hilfreich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Inneren Erkrankungen.

Tuina wird in sanfter Form auch bei Kindern angewendet. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern unterscheiden sich Leitbahnen und Punkte von denen der Erwachsenen dadurch, dass sie noch nicht ausgereift sind. Es wird hauptsächlich an den Händen, Armen und am Rücken massiert. Hilfreich bei Fieber, Husten, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Krämpfe, Enuresis, Schlafstörungen.
Weiterführende Informationen: www.tuinajoerg.de

Kräutertherapie

Der Einsatz von Kräutern und Mineralien hat eine Jahrtausende lange Tradition und ist als wichtigster Therapiezweig in der Chinesischen Medizin anzusehen.

Die Wirkung von westlichen Kräutern, d.h. den in Europa beheimateten oder angesiedelten Pflanzen aus Sicht der Chinesischen Medizin zu untersuchen, beschäftigt einen stetig größer werdenden Therapeutenkreis in den letzten Jahrzehnten. Sie knüpfen an das umfassende Wissen sehr alter Heilkundiger wie Hildegard von Bingen, Plinius und Anderer an und nutzen thermische und geschmackliche Wirkung der Kräuter und Mineralien für die Therapie.

Die Kräuter werden meist als Tee oder Tinktur verordnet, wirken sanft und tief bei regelmäßiger Einnahme. Sie sind zumeist gut verträglich und relativ kostengünstig, qualitätskontrolliert zu beziehen.

Rät man therapeutisch zu saisonal orientierter Ernährung aus regionalem Anbau, liegt es nahe, für die Kräutertherapie ebenso in unseren Breiten wachsende Kräuter zu nutzen.

Moxibustion

Ist eine uralte therapeutische Methode. Mit glühendem Beifußkraut wird Wärme auf Akupunkturpunkte oder Meridianverläufe (Energieleitbahnen) zur Dynamisierung des Energieflusses und zur Vertreibung von Kältesymptomatik in den Körper gebracht. Wohltuende Wärme breitet sich weit über die lokal behandelten Stellen hinaus aus.

Qi Gong

Qi Gong heißt im Übertragenen „Energie bewegen“.
Qi Gong pflegt speziell das da qi.

Die Acht Brokate oder PAL DAN GUM Übungen sind Bewegungsabläufe in Verbindung mit dem Atem zur Stärkung der Lebensenergie. Die dehnenden, entspannenden, kräftigenden und sammelnden Aspekte helfen den Fluss der Lebensenergie in uns zu bewegen, auszugleichen und zu stärken.
Energiefülle oder Stau, z.B. an Gelenken oder anderen Körperregionen, löst sich und kann in Regionen des Mangels fließen oder mit der Vorstellungskraft gelenkt und geleitet werden.

Mit jedem Atemzug wird Sauerstoff und mehr, in diesem Verständnis: „klares qi“ aufgenommen, und mit dem Ausatem kann „trübes qi“ abgegeben werden.
Gereinigt, durchströmt und in Kontakt mit unseren Energiequellen werden wir entspannter und vitaler und wir werden widerstandsfähiger gegen von außen wirkende Einflüsse (klimatische Einflüsse und mehr).
Aktuelle Gruppenangebote finden Sie unter: Kurse

Ernährungsberatung nach den Fünf Elementen

Im Verständnis der Traditionellen Chinesischen Medizin sind die nachgeburtlichen Quellen, die unsere Lebensenergie bestimmen Nahrung und Atem.

Viele Ursachen für Unwohlsein, Müdigkeit, Antriebsarmut, geminderte Leistungsfähigkeit, Verdauungsbeschwerden, Übergewicht, aber auch Infektanfälligkeiten liegen (unter anderem) in unangemessenen Ernährungsgewohnheiten für die persönliche Konstitution oder für die momentanen Lebensumstände und lassen sich durch eine sinnvolle Ernährung beeinflussen.

Es gibt chinesische Schulen, die die Gesundheit ausschließlich auf eine Ernährung nach den Prinzipien der MITTE stützen.

In der Ernährungsberatung nach den Fünf Elementen geht es um das Vermitteln von Kenntnissen, wie die verschiedenen Nahrungsmittel und Geschmacksrichtungen (sauer, bitter, süß, scharf, salzig) energetisch auf den Körper wirken, und wie Sie dies in Auswahl und Zubereitung für die Verbesserung ihres Allgemeinbefindens nutzen können.

Es kann eine Möglichkeit erschließen im Bemühen: Was kann ich in meinem Tagesablauf selbst tun für mich… (essen muss ich schließlich sowieso!). Es kann eine neue Struktur geben und neuen Genuss wecken. Es kann die Konstitution in der Weise stärken, dass „genüssliche Ausrutscher“ besser vertragen werden.

Häufig ergeben sich im Gespräch dabei keine „neuen Auflagen für die Gesundheit“, sondern eine Bewusstheit das auszubauen, was Sie schon einmal als wohltuend und gut erlebt haben, was im Alltag vielleicht bisher unrealistisch erscheint.

Lassen sie uns gemeinsam Wichtiges aufspüren und machbare Wege suchen!








Sabine Kroeger
...erkrankte der Kaiser, wurde der chinesische Arzt schwer bestraft.
Seine Aufgabe bestand darin, in der Untersuchung Ungleichgewichte zu erkennen und Impulse zum Ausgleich der Energieflüsse zu geben, um Krankheit zu vermeiden…






















Sabine Kroeger
Die uns zur Verfügung stehende Lebensenergie beziehen wir aus drei Quellen:

aus den von unseren Vorfahren mitgegebenen Anlagen ying qi

das aus der täglich aufgenommenen Nahrung gu qi

und der Energie aus der Atmung da qi.
Sabine Kroeger